Styx (Fluss des Hasses, im Griechischen weiblich wie nur ganz wenige Flüsse) ist in der griechischen Mythologie neben Acheron, Lethe, Kokytos, Phlegethon und Eridanus ein Fluss der Unterwelt und eine Flussgöttin, Tochter des Okeanos und der Tethys (siehe Stammbaum der griechischen Götter).
Beschreibung
Entsprechend der Sage stellt der Styx die Grenze zwischen der Welt der Lebenden
und dem Totenreich Hades dar. Er umfließt den Hades neun Mal. Die Seelen
der Toten werden von Charon, dem Fährmann, über den Styx geschifft.
Damit sie den Fährmann Charon bezahlen konnten, wurde den Toten eine
Münze (Obolus) unter die Zunge gelegt und somit in den Tod mitgegeben.
Dem Wasser des Styx wurden verschiedene Eigenschaften zugesprochen: Zum einem
wurde Achilles, der Held der Ilias (der Sage vom Untergang Trojas), von seiner
Mutter Thetis im Styx gebadet, was ihn unverwundbar machte. Nur die Ferse,
an der sie ihn festhielt, wurde nicht gebadet und so auch nicht unverwundbar.
Diese „Achillesferse“ wurde ihm zum Verhängnis. Zum anderen
galt das Wasser als giftig; Alexander der Große soll damit vergiftet
worden sein. Ihren heiligsten Eid schworen die olympischen Götter in
der Regel „beim Styx“. Der mutwillige Bruch eines solchen Eides
hatte für sie schwerwiegende Folgen, nämlich den Verlust der Stimme
für neun Jahre.
Motiv in der Kunst
Der Totenfluss Styx taucht später vielfach als literarisches Motiv auf,
so etwa in Dantes Göttlicher Komödie, oder bei Thomas Mann in Tod
in Venedig, Der Kleiderschrank und Die Betrogene. Auch in der Musik dient
er als Titelgeber, beispielsweise in Kompositionen von Michael Beil, Erwin
Koch-Raphael oder in dem Song „Joyride on Styx“ der Pop-Musikgruppe
Chiabola

Der Name STYX